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Bürgerhaushalt 2021: Diskutieren Sie mit!

Der Haushaltsentwurf für 2021 ist von der Verwaltung aufgestellt worden und wird nun von den Gremien der Kommunalpolitik in öffentlichen Sitzungen beraten. Parallel dazu können sich alle Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde einbringen: sich hier informieren, Fragen stellen, Vorschläge machen, Diskussionen anstoßen. Einfach indem Sie die Kommentarfunktion dieser Website benutzen. Einzige Bedingung: Sie müssen sich vorher anmelden, also zuvor als Benutzer registriert sein. Das geht ganz einfach und dauert nur eine Minute.

128 Euro Unterdeckung pro Kopf

Rechnerisch wird die Gemeinde 2021 für jeden der 3.121 Crumbacher (Stand 2019) 2.322 Euro ausgeben, aber nur 2.194 Euro einnehmen. Pro Kopf entsteht also ein Defizit von 128 Euro. Das Geld wendet sie auf für ordentliche Straßen, sauberes Wasser, sicheren Brandschutz, verlässliche Kinderbetreuung, Unterstützung für Vereine, öffentliche Einrichtungen vom Spielplatz bis zum Freibad und vieles mehr.

Corona und andere Einflüsse

Nach vier Jahren "schwarzer Null" planen wir erstmals wieder ein Defizit von rund 400 T€. Deutliche Spuren hinterlässt die Corona-Pandemie mit 100 T€ weniger Steuererträgen, aber auch die geplante Freibad-Reparatur mit 80 T€ mehr Zuschuss. Die Kita wird teurer (70 T€), der Wald bringt kein Geld mehr ein, und weitere Kosten steigen. Dennoch sollen 2021 keine Leistungen gestrichen und keine Steuersätze erhöht werden.

Wohin fließt unser Geld?

Die gesamten direkten Aufwendungen (also ohne Finanzwirtschaft) betragen 2021 über 4,8 Millionen Euro. Sie fließen in ganz unter-schiedliche Bereiche. Den größten Anteil machen wieder die Pflichtaufgaben Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung aus. Dahinter folgen der Bereich Kinder & Jugend, vor allem Kindergarten und Krippe, und der Betrieb von Verwaltung und Bauhof.

Steuererträge sinken um 100 T€

Der Knick in den Steuerträgen ist deutlich erkennbar: 2021 sinkt der erwartete Anteil aus der Einkommensteuer um 100 T€ wieder auf knapp 2 Mio. Euro. Die Schlüsselzuweisung des Landes Hessen bleibt nahezu unverändert, die Grundsteuer bleibt konstant. Die Gewerbe-steuer liefert einen Beitrag von 700 T€ wie im Vorjahr und ist bei uns recht breit gestreut, so dass wir von Einzeleinflüssen verschont bleiben.

Finanzierungssaldo fällt kleiner aus

Die Pflichtumlage zur Finanzierung des Odenwaldkreises (Kreis- und Schulumlage) liegt mit über 2,2 Mio. Euro nur knapp über Vorjahresniveau. Im Crumbacher Haushalt verbleiben für eigene Zwecke mit rund 1,5 Mio. Euro etwa 130 T€ weniger als im Vorjahr. Die geringeren Steuererträge machen sich hier bemerkbar.

Begrenzter Einfluss auf die Kosten

Von den gesamten Aufwendungen der Gemeinde ist der größte Teil durch Gesetz oder Verträge festgelegt: Abschreibungen auf das Anlagevermögen, Zuschüsse und Umlagen (z.B. an den Odenwaldkreis und an Verbände für Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung und Müllabfuhr). Übrig bleiben Kosten für Personal und für Sach- und Dienstleistungen (in denen auch der Zuschuss für die Kindertagesstätte steckt).

Schulden für Kita und Stundungen

Der Schuldenstand der Gemeinde steigt bis Ende 2021 um die Investition in einen Anbau des Kindergartens von 750 T€ und die gesetzlich verpflichteten Stundungen für einmalige Straßenbeiträge von rund 400 T€, daneben um geplante und verschobene Investitionen aus den Vorjahren. Zur Sicherung der laufenden Liquidität ist ein kurzfristiges Darlehen von 700 T€ erforderlich.

Zuschuss für ausgewählte Bereiche

Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung sind prinzipiell kostendeckend kalkuliert. Andere Bereiche hingegen lassen sich nicht allein über Gebühren und Zuweisungen finanzieren, sondern benötigen jährliche Zuschüsse aus dem Gemeindehaushalt. Zum Beispiel der Kindergarten über 680.000 €, das Freibad 330.000 €, die Feuerwehr fast 140.000 € und der Friedhof 15.000 €.

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