Mühlgrabenbrücke
Das Gewölbe dieser unscheinbaren, aber historisch bedeutsamen Brücke besteht aus Keilsteinmauerwerk. Ein behauener Gewölbestein trägt die Initialen L.B. und die Jahreszahl 1845.
Die vier handgearbeiteten Brückensteine markieren einen Übergang über den Mühlgraben. Der Weg führte anschließend über die Gersprenz nach Nieder-Kainsbach.
Die Brücke steht gleichzeitig an der ältesten Straßenverbindung im oberen Gersprenztal, die über die Dornmühle nach Brensbach führt. Sie liegt am Fuße der ehemaligen Silbergrube und an einem Mühlendreieick von siebzehn früheren Mühlen.
Die Wasserkraft wurde damals genutzt, um Getreide zu Mehl, Früchte zu Öl und Baumstämme zu Brettern zu verarbeiten. Auch Pochwerke, Knochenmahlwerke zur Leimherstellung und Wasserradantriebe zur Streichholzherstellung und zur Stromerzeugung standen in diesem Gebiet. Weiterhin gab es eine Schwerspatmühle, die das in Ober-Kainsbach abgebaute Gestein verarbeitete - allerdings nicht mit Wasserkraft, sondern mit einer Dampfmaschine.