Luftfahrthindernisse - Genehmigung beantragen

Sie möchten ein Bauwerk, Bäume, Freileitungen, Masten, Dämme oder andere Anlagen oder Geräte in der Nähe eines Flugplatzes errichten? Je nach Entfernung zu der Start- und Landebahn und den Flugsicherungseinrichtungen und abhängig von der Art und Höhe des Bauwerkes beziehungsweise der Anlage benötigen Sie eine luftrechtliche Genehmigung.

  • Für Verkehrsflughäfen ist ein Bauschutzbereich in jedem Fall festgesetzt, für andere Flugplätze ist die Festsetzung abhängig von den jeweiligen Gegebenheiten.
    Der Bauschutzbereich schließt einen Flughafen mit einem Radius von sechs Kilometern kreisförmig ein. In den Anflugsektoren reicht er bis zu einer Entfernung von 15 Kilometern vom Flughafen. Hinzu kommt eine unterschiedliche Höhenstaffelung, je nach Lage und Entfernung. Der beschränkte Bauschutzbereich anderer Flugplätze schließt den Platz mit einem Radius von 1,5 Kilometern kreisförmig ein.

Die luftrechtliche Genehmigung ist erforderlich, wenn Anlagen durch ihre Höhe ein Hindernis für den Luftverkehr darstellen oder zu Störungen der Flugsicherungsanlagen führen können. Dies kann beispielsweise der Fall sein bei:

  • Gebäuden, Antennen, hohen Schornsteinen oder Baukränen,
  • einzelnen Bäumen oder Baumgruppen,
  • der kurzzeitigen Aufstellung eines Autokrans oder sonstiger Baugeräte.

Hinweis: Benötigen Sie für die Errichtung des Bauwerkes eine Baugenehmigung, müssen Sie die luftrechtliche Genehmigung nicht gesondert beantragen. Die Baurechtsbehörde beteiligt die Landesluftfahrtbehörde innerhalb des Baugenehmigungsverfahrens.

Verfahrensablauf

Sie müssen die luftrechtliche Genehmigung schriftlich bei der zuständigen Stelle beantragen.

 

An wen muss ich mich wenden?

An das jeweils zuständige Regierungspräsidium (Regierungspräsidium Darmstadt für den Regierungsbezirk Darmstadt und Regierungspräsidium Kassel für die Regierungsbezirke Kassel und Gießen).

Welche Unterlagen werden benötigt?

Dem schriftlichen Antrag sind grundsätzlich beizufügen:

  • der Übersichtslageplan,
  • die Baubeschreibung,
  • das Radargutachten (falls vorhanden),
  • bei Kränen: Informationen über den/die zum Einsatz kommender Kran/Kräne/Bauhilfsmittel.

Einzelheiten teilt Ihnen die zuständige Behörde mit. Sie stellt gegebenenfalls auch ein Antragsformular zur Verfügung.

 

 

 

Welche Gebühren fallen an?

Die Gebühr beträgt mindestens 70,00 Euro und höchstens 5.000,00 Euro. In welcher genauen Höhe die Gebühr erhoben wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Auskünfte erteilt im Einzelfall die zuständige Behörde.

Welche Fristen muss ich beachten?

Bitte stellen Sie Ihren Antrag rechtzeitig, jedoch mindestens 4 Wochen vor dem geplanten Beginn der Aufstellung/Errichtung des Objekts beziehungsweise der Objekte.
 

Fachlich freigegeben am 30.03.2017 durch:
Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung

Zuständigkeit

  • Luisenplatz 2
    64283 Darmstadt, Wissenschaftsstadt
  • Postfach
    64278 Darmstadt, Wissenschaftsstadt
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