Landwirtschaft: Wildschäden

Ersatzpflichtige Wildschäden sind durch bestimmte Wildarten (Rotwild, Damwild, Sikawild, Muffelwild, Schwarzwild, Rehwild, Wildkaninchen und Fasane) verursachte Schäden an Grundstücken und Pflanzen, auch wenn diese vom Boden getrennt, aber noch nicht eingeerntet wurden.
Wird ein Grundstück, das zu einem gemeinschaftlichen Jagdbezirk gehört, beschädigt, so hat die Jagdgenossenschaft dem Geschädigten den Schaden zu ersetzen. Hat der Jagdpächter den Ersatz des Wildschadens ganz oder teilweise übernommen, so trifft die Ersatzpflicht den Jagdpächter ganz oder teilweise. Bei Eigenjagdbezirken gelten die Bestimmungen entsprechend.
Werden Bodenerzeugnisse, deren voller Wert sich erst zur Zeit der Ernte bemessen lässt, vor diesem Zeitpunkt durch Wild geschädigt, so ist der Wildschaden in dem Umfange zu ersetzen, wie er sich zur Zeit der Ernte darstellt. Bei der Feststellung der Schadenshöhe ist jedoch zu berücksichtigen, ob der Schaden nach den Grundsätzen einer ordentlichen Wirtschaft durch Wiederanbau im gleichen Wirtschaftsjahr ausgeglichen werden kann.

Wildschaden an Grundstücken, auf denen die Jagd ruht oder nicht ausgeübt werden darf z.B. bewohnter Bereich, Friedhof, Parkanlagen, wird nicht erstattet.
Wildschäden an Weinbergen, Gärten, Obstgärten, Baumschulen, Alleen, einzeln stehenden Bäumen, Forstkulturen mit anderen als den im Jagdbezirk vorkommenden Hauptholzarten oder Freilandpflanzungen von Garten- oder hochwertigen Handelsgewächsen werden nicht ersetzt, wenn die Errichtung von üblichen Schutzvorrichtungen unterblieben ist, die unter normalen Voraussetzungen zur Abwendung des Schadens ausreichen.
Als übliche Schutzvorrichtungen zur Abwendung von Wildschäden gelten Wildzäune, die zur Fernhaltung von

  • Rot- und Damwild eine Mindesthöhe von 1,80 m,
  • Reh- und Schwarzwild eine Mindesthöhe von 1,50 m (Wildzäune gegen Schwarzwild müssen zudem am Boden gegen ein Hochheben durch das Schwarzwild befestigt sein.),
  • Muffelwild eine Mindesthöhe von 2,50 m und
  • von Wildkaninchen eine Mindesthöhe von 1,30 m über der Bodenoberfläche haben und in diesem Fall aus Drahtgeflecht von höchstens 25 mm Maschenweite bestehen sowie mindestens 0,20 m tief in der Erde eingelassen sind,
  • oder Zäune, die die gleiche Schutzwirkung haben.
     

Jagdschäden sind Schäden, die im Zusammenhang mit der Jagdausübung an Grundstücken entstanden sind.

Der weit überwiegende Teil aller Wild- und Jagdschäden wird direkt zwischen der geschädigten Person und der Jagdpächterin / dem Jagdpächter einvernehmlich geregelt.

An wen muss ich mich wenden?

Schäden melden Sie bitte schriftlich bei der für das beschädigte Grundstück zuständigen Gemeindeverwaltung. Die Gemeinde lässt den Schaden ermitteln und beraumt den Verhandlungstermin an, bei dem Schaden festgestellt wird. Sie bestimmt auch, wie und zu welchem Zeitpunkt der Schaden zu ersetzen ist.

Welche Gebühren fallen an?

Als Kosten für die Schadensermittlung gelten nur die notwendigen Auslagen für den Schadensschätzer. Die den übrigen Verfahrensbeteiligten erwachsenen Kosten sind nicht erstattungsfähig.

Welche Fristen muss ich beachten?

Der Anspruch auf Ersatz von Wild- und Jagdschäden erlischt, wenn der Berechtigte den Schadensfall nicht binnen einer Woche anmeldet, nachdem er von dem Schaden Kenntnis erhalten hat oder bei Beachtung gehöriger Sorgfalt erhalten hätte.
Bei Schaden an Forstwirtschaftlich genutzten Grundstücken genügt es, wenn er 2 mal im Jahr, jeweils bis zum 01.05 oder 01.10., bei der zuständigen Behörde angemeldet wird.

Zuständigkeit

  • Scheffelstraße 11
    64385 Reichelsheim (Odenwald)
  • Haltestellen:
  • Volksbank
    Linie: 12
    Linie: 14
    Linie: 693
    Linie: ERB30
    Linie: 30
    Linie: 15
  • Parkplätze:
  • Behindertenparkplatz direkt am Haupteingang
    Behindertenparkplatz: 1
    (gebührenfrei)
  • Parkplatz vor dem Gebäude
    Parkplatz: 30
    (gebührenfrei)
  • kein Aufzug
  • nicht behindertengerecht
  • 06164 505-0
    Weiterleitung zur Telefonzentrale Landratsamt Erbach
  • 06062 70-0
    Telefonzentrale Landratsamt Erbach
  • 06164 505-1999
  • Montags:

    08.00 bis 12.00 Uhr und

    13.30 bis 15.30 Uhr



    Dienstags:

    08.00 bis 12.00 Uhr und

    13.30 bis 15.30 Uhr



    Mittwochs:

    08.00 bis 12.00 Uhr und

    13.30 bis 15.30 Uhr



    Donnerstags:

    08.00 bis 12.00 Uhr und

    13.30 bis 17.30 Uhr



    Freitags:

    08.00 bis 12.00 Uhr

  • Scheffelstraße 11
    64385 Reichelsheim (Odenwald)
  • Haltestellen:
  • Volksbank
    Linie: 12
    Linie: 14
    Linie: 693
    Linie: ERB30
    Linie: 30
    Linie: 15
  • Parkplätze:
  • Behindertenparkplatz direkt am Haupteingang
    Behindertenparkplatz: 1
    (gebührenfrei)
  • Parkplatz vor dem Gebäude
    Parkplatz: 30
    (gebührenfrei)
  • kein Aufzug
  • nicht behindertengerecht
  • 06164 505-0
    Weiterleitung zur Telefonzentrale Landratsamt Erbach
  • 06062 70-0
    Telefonzentrale Landratsamt Erbach
  • 06164 505-1999
  • Montags:

    08.00 bis 12.00 Uhr und

    13.30 bis 15.30 Uhr



    Dienstags:

    08.00 bis 12.00 Uhr und

    13.30 bis 15.30 Uhr



    Mittwochs:

    08.00 bis 12.00 Uhr und

    13.30 bis 15.30 Uhr



    Donnerstags:

    08.00 bis 12.00 Uhr und

    13.30 bis 17.30 Uhr



    Freitags:

    08.00 bis 12.00 Uhr

Gerhard Didion

  • 1, Landwirtschaft
    Raum 220
  • http://www.odenwaldkreis.de
  • 06164 505-1819
  • 06164 505-1999

Maria Heiderich

  • 1, Landwirtschaft
    Raum 216
  • http://www.odenwaldkreis.de
  • 06164 505-1999
  • 06164 505-1815
  • Rodensteiner Straße 8
    64407 Fränkisch-Crumbach
  • kein Aufzug
  • 06164 9303-93
  • 06164 9303-0
  • Montag - Donnerstag von 7.30-12.00 Uhr
    Dienstag von 13.00-16.30 Uhr
    Donnerstag von 13.00-18.00 Uhr
    Freitag von 7.30-13.00 Uhr
  • Rodensteiner Straße 8
    64407 Fränkisch-Crumbach
  • 06164 930393

Helga Kowarsch

  • Raum 2
  • 06164 9303-70

Helga Kowarsch

  • Raum 2
  • 06164 9303-70