Kopfgrafik, Panoramablick über Fränkisch-Crumbach Wappen von Fränkisch-Crumbach
Flüchtlingshilfe

Flüchtlingshilfe

Auch die Gemeinde Fränkisch-Crumbach leistet einen Beitrag zur Bewältigung der Flüchtlingskrise. Sie stellt Unterkünfte für Asylsuchende mit Bleibeperspektive und unterstützt deren Integration in das gesellschaftliche Leben des Ortes. Die Unterbringung von Aylsuchenden ist eine kommunale Pflichtaufgabe, die der Odenwaldkreis and seine kreisangehörigen Städte und Gemeinden übertragen hat. Um deren Betreuung, Begleitung und Integration kümmert sich ein ehrenamtlicher Helferkreis.

 

 

Helferkreis für geflüchtete Menschen in Fränkisch-Crumbach

Konstituierende Sitzung hat stattgefunden

18. März 2016 - Nach der erfolgreichen Informationsveranstaltung der Gemeinde im Februar trafen sich am Donnerstag, den 10.03.2016, an der ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit interessierte Bürger/innen aus Fränkisch-Crumbach, um die ersten Schritte für ein freundliches Willkommen und eine erfolgreiche Integration der Neubürger aus Kriegsgebieten zu besprechen.

Die Resonanz war überwältigend! Mehr als 40 Fränkisch-Crumbacher/innen waren gekommen, um ihre Mitarbeit anzubieten. Auch Bürgermeister Eric Engels, der ebenso wie der Bauhofleiter Michael Treusch von Seiten der Gemeinde an der Sitzung teilnahm, war beeindruckt und stimmte der Feststellung einer Helferin zu, was für tolle und engagierte Bürger Fränkisch-Crumbach doch habe.

Groß war das Interesse daran, was seit Februar geschehen ist und wie die aktuelle Situation aussieht. Hier ein grober Abriss:

  • Die Gemeinde mietet weiterhin Wohnungen an, in denen Asylbewerber dezentral untergebracht werden können. Erste Mietverträge sind bereits geschlossen.
  • Kleinere Renovierungs- und Umbauarbeiten wurden seitens des Bauhofes und ehrenamtlicher Helfer erledigt.
  • Die Wohnungen werden von den Ehrenamtlichen mit Möbeln und Hausrat grundlegend bestückt. Die erste Wohnung ist schon bezugsfertig.
  • Freiwillige Helfer haben sich damit beschäftigt, was die ankommenden Neubürger in den Wohnungen am Ankunftstag vorfinden sollten – von einer Grundration Lebensmittel über Stadt- und Busfahrpläne bis hin zu Hygieneartikeln und Reinigungsmitteln. Es wird versucht, möglichst viel über Spenden zu beschaffen.
  • Es gibt regelmäßige Austauschtermine zwischen Helferkreis und Gemeindeverwaltung.
  • Der Helferkreis bemüht sich um die Akquise von Geld- und Sachspenden. Es besteht eine Gruppe freiwilliger Helfer/innen, die sich dieser Aufgabe gemeinsam annehmen wird.

Bis zur Ankunft der ersten Neubürger liegt nicht mehr viel Zeit und so wurden Stärken, Fähigkeiten, Know-how, sowie Zeitkontingent und Interessen der freiwilligen Helfer/innen gesammelt, um möglichst produktiv bis zum Ankunftstag und die ersten Tage danach die anfallenden Aufgaben zu erledigen. Es ist viel zu tun – wir betreten alle Neuland – wir freuen uns auf die neuen Aufgaben – wir sind viele und gemeinsam schaffen wir das. An dieser Stelle werden wir jede Woche die Bürger/innen in Fränkisch-Crumbach aktuell über unsere Arbeit informieren.

Crumbacher Helferkreis
(Hanne Schirmer)

 

Bürgermeister lobt Hilfsbereitschaft der Fränkisch-Crumbacher

25 Ortsbürger bilden spontan einen Helferkreis zur Flüchtlingsaufnahme

26. Februar 2016 • Mit großem Engagement wollen die Fränkisch-Crumbacher die Bewältigung der Flüchtlingsaufnahme angehen und die ihnen zugedachte Quote von Asylbewerbern in ihrer Gemeinde aufnehmen. Aus dem Stand hat sich ein Helferkreis gebildet, der bereits mehr als 25 Personen umfasst.

Ein zufriedenes Fazit konnte deshalb Bürgermeister Eric Engels nach einer öffentlichen Informationsveranstaltung der Gemeinde am vergangenen Donnerstagabend ziehen. Die Resonanz darauf hat seine Erwartungen weit übertroffen; rund 100 Interessierte füllten die Aula der Rodensteinschule bis auf den letzten Platz. Eine Frage durchzog ihre zahlreichen Wortmeldungen wie ein roter Faden: Wie können wir uns bei der erfolgreichen Integration der Asylsuchenden am besten einbringen? Zuvor hatte Engels zusammen mit der zuständigen Verwaltungsfachkraft Beatrice Weißensteiner einen Querschnitt über die anstehenden Aufgaben gegeben, vom Empfang und der Einweisung der Neuankömmlinge bis zur Begleitung bei Behördengängen. Als Unterstützung eingeladen waren zwei Fachfrauen von der Nachbargemeinde Fischbachtal, weil die Kommunen im Landkreis Darmstadt-Dieburg schon intensivere Erfahrungen mit der Flüchtlingsaufnahme gesammelt haben. "Hilfe zur Selbsthilfe" lautete deren grundsätzliche Empfehlung an den Helferkreis. Mit diesem Ziel vor Augen trug sich ein Viertel der Anwesenden spontan in die ausgelegten Listen ein.

Die Anmietung von Wohnungen zur Unterbringung sei laut Engels auf einem guten Weg, nachdem er begonnen habe, eine Vielzahl von Eigentümern persönlich anzusprechen. Wenn genügend zusammen kämen, ließe sich eine teure und unrentable Sanierung kommunaler Altbauten umgehen, so wie auch die ungünstige Konzentration sämtlicher Neubürger an einem Standort. Weitere Hilfestellung werde vom Landratsamt erwartet, etwa die Vermittlung von zuverlässigen Dolmetschern. Der Fränkisch-Crumbacher Helferkreis will diese Woche seine Arbeit aufnehmen und ein erstes Treffen vorbereiten. Weitere Aktive sind jederzeit willkommen, weil gerade jene Arbeiten auf viele Schultern verteilt werden müssen, die tagsüber zu erledigen und mit der Berufstätigkeit der Mitglieder in Einklang zu bringen sind.